Aktivitäten und Projekte

HAM Satellite      ARISS      EME    10GHZ    VLF    Amateur Radio Astronomie

 


10 GHZ Transmitter

 

3cm Kuhne Transverter 250mW
OCXO 106.5 MHz
50cm Parabol

RX/TX Yaesu FT 817


Rosetta die Raumsonde der ESA

 

 

 

 

Das SAW-Bauteil, ein elektroakustische Wandler von Baumer AG (Mitarbeit HB9STW)

Die Erleichterung bei allen Beteiligten der europäischen Weltraumorganisation ESA war gross, als die vor zehn Jahren gestartet Raumsonde Rosetta vor kurzem aus ihrem 31 Monate andauernden „Tiefschlaf“ aufgeweckt wurde. Um Energie zu sparen, liefen seit Juni 2011 nur noch „lebenserhaltende Massnahmen“, wie Bordcomputer und einige Heizelemente für die wissenschaftliche Nutzlast.  Jetzt ist Rosetta auf ihrer letzten Etappe zum Kometen Tschurjumow-Gerasimenko, der im Herbst 2014 erreicht werden soll.

Seit dem Start im Jahr 2004 mit an Bord sind auch von Baumer gefertigte Komponenten als Teil der umfangreichen Instrumenten-Ausstattung für die verschiedenen Experimente - angesichts der extremen Bedingungen im Weltraum eine Herkulesaufgabe. Baumer beteiligt sich bei dieser ungewöhnlich Anwendung an dem Mikrowellen-Experiment MIRO, mit dem die Zusammensetzung der Gashülle des Kometen bestimmt werden soll. Mit Hilfe der dabei eingesetzten Mikrowellen-Spektroskopie erhofft man sich Aufschlüsse über den Ursprung von Kometen und die Bedingungen, die zur Bildung unseres Sonnensystems geführt haben.

Baumer war in enger Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Aeronomie für die Herstellung und Qualifizierung des Herzstücks der eingesetzten Spektrometer verantwortlich. Es besteht aus einem piezoelektrischen Substrat, auf welchem akustische Oberflächenwellen (Surface Acoustic Waves – SAW) angeregt und detektiert werden können. Die von Baumer gefertigten SAW-Bauteile sind elektroakustische Wandler, die elektromagnetische Wellen empfangen, für einige Mikrosekunden akustisch zwischenspeichern und anschliessend wieder aussenden. Durch die geeignete Kombination von solchen SAW-Bauteilen ist es möglich, mit einem leichten und kompakten Gerät eine schnelle und hochauflösende Echtzeit-Spektralanalyse durchzuführen.

Durch die Mikrowellen-Spektroskopie wird die Konzentration von Molekülen in der den Kometen umgebenden Gashülle und der obersten Schicht der Kometenoberfläche bestimmt. Ein sehr empfindlicher Empfänger detektiert die äusserst schwachen elektromagnetischen Strahlen im Mikrowellen-Frequenzbereich zwischen 200 und 600 GHz und die zwei hochauflösenden Spektrometer zerlegen die Strahlung in ihre Frequenzanteile.

Text: Baumer AG Frauenfeld